Kleines Fachwörterbuch

Beim Tauchen und bei der Tauchausbildung werden Fachbegriffe verwendet, die vielen nicht oder nur wenig geläufig sind. Damit Taucher aber auch interessierte Laien sich verstehen und es zu keinen Mißverständnissen kommt, finden Sie hier eine alphabetische Auflistung von Fachbegriffen mit kurzer Erklärung.

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ABC-Ausrüstung
Hiermit sind Flossen, Maske und Schnorchel gemeint (eventuell noch Füßlinge).

Absorption

Aufnahme von Gasen in Flüssigkeiten oder festen Körpern.

Accident
Analysis
Feststellung der Unfall/Todesursache

Adaption Anpassung
AGE Arterielle Gasembolie
Air-breaks






Während der Dekompression mit 100% Sauerstoff sollte der Taucher ca. alle 30 Min. für 5 Min. auf ein Atemgas wechseln, welches ein weit geringerer Sauerstoffpartialdruck erzeugt. Im allgemeinen wird hierzu Luft (21% O2) verwendet. Besser man wechselt auf das Trimix-Bottom-Mix (7%/ 17% O2), dadurch läßt sich der Sauerstoffpartialdruck nochmals halbieren.

Alveolen Lungenbläschen   
Anästhesie

Unempfindlichkeit gegenüber Schmerz, Temperaturreizen

Apnoe griech. Atemlos, freies Tauchen ohne Geräte
Aspiration

Ansaugen von festen, gasförmigen oder flüssigen Stoffen

Atemminutenvolumen

Abk. AMV (im engl. RMV für Respiratory Minute Volume); das in einer Minute ein- und ausgeatmete Luftvolumen, gemessen bei 1 bar Umgebungsdruck.


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Back-Trimix


Beim Aufstieg: Wechseln vom Trimix-Grundgemisch (Bottom Mix) auf das "Reisegas" (Travel-Mix) das auch ein Trimix-Gemisch ist.

BailOut-System


Ein System zur Notfallatmung (Pony Flasche, eine kleine separate Tauchflasche (2-6Liter), mit eigenem komplettem Atemregler).

Barotrauma





Von griech. baro= Druck und trauma = Verletzung; jede als Folge schneller Luftdruckzunahme oder – Abnahme auftretende Gesundheitsstörung (Barotrauma der: Gesichts-/Maskenregion, der Haut, der Lunge, der Magen-Darm-Region, der Nasennebenhöhlen, der Ohren, der Zähne).

Bends




Schmerzhafte Gasblaseneinschlüsse in den Gelenken mit heftigen, stechenden Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen als Folge eines Dekompressionsunfalls. Bends gehören zu den DCS-Symptomen Typ I (Schmerzen ohne weitere Symptome).

Best Mix




Engl. für "Beste Mischung"; bei vorgegebener Zieltiefe stellt sich die Frage, mit welcher "besten" Mischung man in diese Tiefe taucht. Z.B. für einen TG auf 30m, (bei pPO2, max. 1,4 bar) = (Best Mix 35% O2)

Blackout

Flachwasser-Blackout oder auch Schwimmbad-Blackout: Allgemeiner Begriff für eine plötzliche, ohne Warnsymptome und Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit.

Die Flachwasser-Blackout auch Schwimmbad- Blackout genannte Bewußtlosigkeit ist eine Situation, bei der der Sauerstoffpartialdruck kurz vor Erreichen der Oberfläche (meist im 10 m Bereich) so stark abfällt, daß der Taucher das Bewußtsein verliert. Die Ursache liegt darin, daß während des Auftauchens Sauerstoff verbraucht wird und dadurch ein plötzlicher Sauerstoffmangel im Zentralnervensystem auftritt. Durch den zunehmenden Druck beim Abtauchen ist Sauerstoff im Übermaß vorhanden (besonders wenn der Taucher vor dem Abtauchen hyperventiliert, bei trainierten Tauchern auch ohne Hyperventilation möglich). Beim Wiederauftauchen fällt der Druck – und damit auch der Sauerstoffpartialdruck – im Körper des Tauchers ab. Am stärksten schlägt sich das im 10 m-Bereich nieder, wo die größte Druckverminderung (etwa um die Hälfte) stattfindet. Der Taucher muß sofort zur Oberfläche gebracht werden, wo er sich meist spontan erholt. Wenn das nicht der Fall ist, sollte sofort eine Wiederbelebung eingeleitet werden.


Ergänzung:

Sauerstoffgrenzwerte (Partialdruck in bar):

1,6 Toxizitätsgrenze > ohne Warnsymptome und Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit.

0,21 Normale Umgebungskonzentration von Sauerstoff in der Luft (normoxisch)
0,16 Erste Anzeichen einer Hypoxie
0,12 Erste Merkmale einer Hypoxie
0,10 ohne Warnsymptome und Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit.
>.10 Koma / Tod

Blue Water Hang

Der Taucher schwebt frei, ohne physischen Kontakt und ohne Sichtreferenz (meist während der Deko).

Bottom Mix Atemgasgemisch, das in der Tiefe verwendet wird.
Bouncedive


Bezeichnung (engl.) für einen Tauchgang ohne echte Grundzeit, d.h. Abstieg bis zum tiefsten Punkt und sofort wieder auftauchen.

Bradykardie

Niedrige Herzfrequenz unter 60  (unter 40 Herzfrequenzen droht Lebensgefahr)

Brevet (frz.) für Zertifizierungsnachweis (Ausweiskarte)
Bronchien / Bronchiolen Verästelung der Luftröhre
Bubble-Check



Überprüfung der Luftgefüllten Ausrüstungsteile auf Dichtigkeit (Suche nach Luftblasen, z.B. an erster Stufe/Jacket usw.) wird meist unmittelbar vor dem Tauchgang im Flachwasserbereich durchgeführt.
Buddy-Check

Gegenseitige Überprüfung der Tauchpartner und ihrer Ausrüstung unmittelbar vor dem Tauchgang.

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CAGA Cerebral arterielle Gasembolie
Caisson

Kasten (meist in der Vergangenheit beim Brückenbau für Fundamentlegung in Flüssen verwendet)
Carbon-Tauch-
Flaschen


Genauer: Composite-Flaschen, meistens Stahlflaschen deren zylindrischer Teil mit Kohlefaser umwickelt ist. Fülldruck 200 bis 300 bar.
Cardial Das Herz betreffend
CCUBA


(Abk. engl. für "closed circuit underwater breathing apparatus") Geschlossenes Kreislaufgerät zur Atmung unter Wasser

Ceiling Walk





Beim Höhlentauchen: Man tariert sich leicht positiv aus und steigt dadurch zur Höhlendecke auf. In der selben Position wie beim "Modified Flutter-Kick" kann man nun mit den Füßen an der Decke entlang laufen und sich so nach vorn schieben, man vermeidet dadurch Wirbel durch Flossenschlag.

Cenotes





Höhlensysteme, die sich an der Oberfläche als kleine Wasserlöcher oder kleine Seen, gebildet durch Einbrüche (Dolinen), im Kalkplateau der Halbinsel Yukatán (Mexiko) bis zu einem Durchmesser von 50 Meter darstellen; das bekannteste Cenote ist Zacaton.

CMAS



(frz. für Confédération Mondiale des Activités Subauquatiques) Welttauchsportverband, wurde im Jahre 1959 von JACQUES-IVES COUSTEAU gegründet.

CNS Engl. für "Central nervous system/syndrom"
CNS-Clock







Einem Taucher wird in einer inneren Uhr maximal 100% an CNC-Sauerstoffexposition zugestanden. Das bedeutet, die Sauerstoffbelastung "akkumuliert". Das bedeutet, aufeinanderfolgende Belastungen addieren sich. Die Belastung muß mit einer "Sauerstoffbelastungs-Tabelle" berechnet werden. Es ist lebenswichtig, daß man innerhalb der akzeptablen Grenzen bleibt.

Continuous-Flow



Z.B. Luft und Sauerstoff werden in einem durch den Zuflußregler festgelegten Verhältnis gemeinsam
angesaugt und vermischen sich in den Mischspiralen zum gewünschten Nitroxgemisch.


 

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DAN


(engl. für Divers Alert Network) Weltweites
Netzwerk für die Tauchsicherheit - "non-profit" Organisation.
DCI

Decompression Illnes: Bezeichnung für die
Dekompressionserkrankung
DCS





(engl. für Decompression Sickness) Dekompressionskrankheit; auch Deko-, Caisson- oder Druckfallkrankheit. Entsteht wenn die Druckentlastung im Körper des Tauchers durch Überschreiten der zulässigen Aufstiegsgeschwindigkeit zu schnell erfolgt.
Deep Stop



Stoppen beim Aufsteigen in einer vorberechneten Tiefe und dem Verweilen in dieser Tiefe, um dem überschüssigen Inertgas zu erlauben, das
Körpergewebe zu verlassen. 
Deep Water Blackout

In der Tiefe plötzliche, ohne Vorwarnung und
Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit.
Dekompression




Allgemein für Druckabfall; beim Tauchen die
systematische Reduzierung des Umgebungsdrucks eines Tauchers, um den im menschlichen Körper gelösten Inertgasen Zeit zum Entweichen zu geben (ohne eine gefährliche Blasenbildung im Blut).
Dekompressionstauchen
Tauchen außerhalb der Nullzeit mit der Verpflichtung zur Dekompression.
Dekompressionstheorie




(Mehr-Gewebe-Modell) Es gibt drei mögliche
Theorien: 1. Durch einen fortlaufenden Aufstieg mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. 2. Durch Aufsteigen zu einer vorberechneten Tiefe und dem Verweilen in dieser Tiefe (siehe Deep Stop) 3. Oder einer Kombination aus den Theorien 1 und 2.
Deprivation

Ausschaltung aller Sinneseindrücke bei einem
Menschen
DNA-Membran










DNAx-Methode/Menox-Continuous Separation; DNA Abk. für "Denitrogenated Air"; in diese Membran wird reine Pressluft unter ca. 10 bar Druck 
gepumpt. Auf Grund von molekularen Eigenschaften strömt der Sauerstoff schneller durch die Membran als Stickstoff. Aus einem Ablaß strömt stickstoffangereicherte Luft, aus einem anderen stickstoffreduzierte Luft (DNA, Sauerstoffgehalt > 21%) ab.
Dieses Gas wird in einem Nitroxkompressor komprimiert und über einen speziellen Filter in die Tauchflasche gepumpt. → Menox
Doppelgerät


Hierunter versteht man das zusammengekuppelte "Flaschenpaket" bestehend aus 2 DTG mittels einer "Brücke" und einem Schellensatz.   
Downstream-
System


Engl. für flußabwärts, d.h. in Strömungsrichtung (z.B. Downstreamventil-System, atmet der Taucher ein, öffnet sich das Ventil mit dem Luftstrom und versorgt ihn mit Atemluft).
DSAT


(engl. für Diving Science and Technology) Selbständige Tochterfirma von PADI, bietet technische Tauchprogramme an.
DTG
Abk. für Drucklufttauchgerät
Dyspnoe

Erschwerte Atmung, Kurzatmigkeit, Atemnot, bei zuviel CO2 im Blut

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EAD



(engl. für Equivalent Air Depth) Äquivalenten Lufttiefe; Wert (in m oder Fuß), der eine Aussage über den Inertgaspatialdruck einer Atemgasmischung im Vergleich zu Luftatmung gibt.
ECHM
Das "Europäische Komitee für Hyperbare Medizin"
Einfache "Drittelreglung"




Eine Vorgabe der Einteilung des mitgeführten Atemgases beim Technischen Tauchen, bei der ein Drittel des Atemgases für den Tauchgang verbraucht wird, das zweite Drittel für den Aufstieg oder Rückweg und das letzte Drittel als konstante Reserve zurückbehalten wird.
Einfließende Höhlen

"Schwinden" (Siphons, Abflüsse) Öffnungen im Untergrund, in die Wasser einfließt. Diese Höhlenrichtung wird "downstream" genannt (stromabwärts).
Embolie

Verstopfung eines Gefäßlumens durch einen Embolus.
EFR

Emergency First Response - Erste Hilfe Kurs von PADI
Emphysem
Aufblähung, Ansammlung von Gasen
END





(engl. für equivalent narcotic depth) Die Äquivalente Narkosetiefe; die Tiefe (in m oder Fuß), bei der der Inertgaspartialdruck einer Atemgasmischung (z.B. Nitrox oder Trimix) im Vergleich zur Luftatmung beim Tauchen derselben narkotischen Wirkung ausgesetzt wäre.
Enriched Air Nitrox
Atemluft, die mehr als 21% Sauerstoff enthält ("Angereichert" ist).
Entanglement





Bezeichnung für "in einer Leine hängen bleiben" z.B. beim Wracktauchen: ist die Passage eng und hat keinen Abzweig, verzichtet man gelegentlich darauf, eine Leine zu legen, um sich darin nicht zu verwickeln und hängen zu bleiben, um sich somit nicht noch zusätzliche Probleme zu schaffen.
Enzyme

Fermente, die als Katalysatoren chemischer Reaktionen im Organismus beschleunigen.
Epidermis
Äußerste Schicht der Haut.
Erythrozyten
Rote Blutkörperchen
Essoufflement




Kurzatmigkeit durch Ermüdung der Atemmuskulatur, die eine flache Atmung bewirkt, durch die Kohlendioxid (CO2) in die Lungen wie auch im Blut entsteht. (Ursachen: Z.B. körperliche Anstrengungen oder Atemregler mit zu hohem Atemwiderstand).
Euphorie
Gehobenes Stimmungsgefühl.
Eustachische Röhre


Ohrtrompete; Verbindung, die das Mittelohr mit dem Rachenraum verbindet und so einem Taucher erlaubt, den Druck im Mittelohr dem Umgebungsdruck anzugleichen.

Expiration
Ausatmen (passiv)
Exsikkose
Austrocknung

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Fauna

Tiere, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Gebiet leben.
Fix-Referenz

Fester Punkt, an dem sich ein Taucher orientieren kann.
Flachwasser-Blackout Siehe unter Blackout
Foramen ovale




Ovale Öffnung in der Herz-Vorhofscheidewand. Beim ungebohrenen Kind hat es die Funktion, den Blutkreislauf der Lunge zu umgehen. Normalerweise schließt sich das Loch nach der Geburt. →
(s.a."Offenes Foramen Ovale")
Frog Kick

Modifizierten Flossenschlag; meist beim Höhlentauchen angewandt.   

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Gap



Ist die Lücke zwischen zwei Führungsleinen. Um sicher von einer zur anderen Leine zu gelangen wird zeitweilig ein "Jump/Gap-Reel" installiert, welches die beiden Führungsleinen verbindet.
Gasanalyse




Verfahren zur chemischen Untersuchung der Zusammensetzung von Atemgasgemischen, das beim Technischen Tauchen ein wesentlicher Faktor ist um sicherzustellen, daß die Mischung die vorgeplanten Bedingungen erfüllt.
Gasmanagement

Das herstellen von Tauch-Gasgemischen und das anschließende Analysieren.
Gaswechsel

Beim Technischen Tauchen die Bezeichnung für die Atemgaswechsel.
Gegendiffusion





Zwei verschiedene Gase diffundieren in entgegen gesetzter Richtung durch dieselbe Trennwand. Z.B. Sauerstoff- und Kohlendioxid-Austausch in den Alveolen. Isobare Gegendiffusion ist also von der Sache her nichts Gefährliches, dieser Vorgang findet beim Menschen vom ersten Atemzug an statt.
Glottis
Stimmritze
GTÜM
Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin.
Guideline

Führungsleine im Wrack oder in der Höhle. In Höhlen oft fest verlegt.

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Hämagglutination
Zusamenballung von roten Blutkörperchen.
Hämatom
Bluterguß in Weichteil- und Zwischengewebsräume.
Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten.
Hauptventil


Das Ventil an einem Flaschenventil mit mehreren Abgängen für "Erste Stufen", das dem "Hauptautomaten" zugeordnet ist.
HBO

Hyperbare Oxydation. Sauerstoffbehandlung unter Überdruck.
Hebesack







Ein Sack, der mit Luft gefüllt werden kann, um etwas vom Grund herauf zu befördern. Beim Technischen Tauchen, ein kleiner Sack mit dazugehörigem Seil. Zu Beginn des Aufstiegs wird der Sack aufgeblasen und zur Oberfläche gesandt. Der Aufstieg findet am Seil statt, was eine konstante Tiefe bei jedem Stop und eine angenehme, sichere Dekompression gewährleistet.
HeliAir









Atemgasgemisch (Sonderform des Trimix), bei dem man nur Helium und Luft mischt und auf die Zugabe von reinem Sauerstoff verzichtet. Dieses Gemisch ist zwar nicht optimal, weicht aber vom Wunschgas nur geringfügig ab. Da hierbei keine Sauerstoffmischung über 21% entsteht, besteht keinerlei Anspruch auf Sauerstoffreinheit oder Sauerstoffkompatibilität. Durch die festgelegte Mischung Luft (21/ 79) und Helium ein genau definiertes Verhältnis O2-H2-He (17/17/66).
Heliox





Wurde schon 1919 von Elihu Thompson erfunden. Um für Tieftauchgänge die Stickstoffnarkose auszuschalten. Ersetzt man den Stickstoff vollständig durch Helium, hat das Nachteile. Das narkosefreie Gas ist sehr teuer und ab 100m Tiefe kann HPNS auftreten.
Hovering

Bewegungsloses Schweben mitten im Wasser bei völliger Tarierungskontrolle.
HPNS




Engl. für "High Pressure Neurological Syndrom" fälschlicherweise auch Heliumzittern genannt. Kann bei hohen Umgebungsdrücken auftreten, die Nerven reagieren mit Überreizung und es kann zu Muskelzittern und Krämpfen kommen.
Hyperbare Oxygenation


(Abk. HOT, engl. für Hyperbaric Oxygen  Therapie): Überdruckbeatmung (bis 3 bar) des unter Druck in einer Druckkammer liegenden Patienten mit reinem Sauerstoff.
Hyperkapnie
Erhöhung des arteriellen Co2-Partialdruckes.
Hyperthermie
Erhöhung der Körpertemperatur.
Hypertonie
Erhöhter Blutdruck
Hyperventilation


Übermäßige Atmung. Dadurch vermehrte CO2- Abgabe und Erhöhung des ph-Wertes im Blut (Respiratorische Alkalose)
Hypothermie
Unterkühlung, Erniedrigung der Körpertemperatur.
Hypoventilation


Verminderte Atmung. Führt zu CO2-Überschuß und Abfall des ph-Wertes im Blut (Respiratorische Acidose)
Hypoxie


Herabsetzung des Sauerstoffgehaltes. Das Gewebe wird unzureichend mit Sauerstoff versorgt, Folge: Zellen beginnen abzusterben.

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Ideales Gasgesetz


Wird verwendet, um das Verhalten von idealen Gasen zu bestimmen. pxV=nxRxT: P= Absoluter Druck, V= Volumen, n= Mol-Anzahl, R= Gaskonstante, T= Absolute Temperatur.
Inert
Chemisch nicht aktiv
Inertgas






1. In der Chemie: Die Edelgase, die auf Grund ihrer Elektronenkonfiguration kein Bestreben zeigen, Bindungen mit anderen Elementen einzugehen.

2. In der Physiologie: Gase, die im Blut nur in gelöster Form und nicht an die roten Blutkörperchen gebunden vorkommen.
Inflatorgas



Auch Tariergas: Gas, das durch den Inflatorschlauch (Faltenschlauch) aus der Tauchflasche, über die erste Stufe (Mitteldruckabgang) in das Tariersysten (Tarierweste) geleitet wird.
Inspiration
Einatmen (Aktiv)

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Jon-Line






Auch Swag-Line; ein Seil mit einer Handschleife, das an einem Dekompressionsseil befestigt werden kann. Benannt nach seinem Erfinder, Jon Hulbert, dient es dazu, einem Taucher während seiner Dekompressions- oder Sicherheitsstops dabei zu helfen, die Auf- und Abwärtsbewegungen in einer stürmischen See auszugleichen.
Jump


Ausdruck des Höhlentauchens. Verlassen der Hauptleine im Hauptgang und das Hineintauchen in einen Seitenarm der Höhle.
Jump-Line

Verbindungsleine zwischen Hauptleine und der Leine in der Seitenpassage.

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Kapillaren

Enge Röhrchen die die Verbindung zwischen den Arterien und Venen herstellen.
Karstphänomene




Kalkstein, Gips oder Dolomit im Untergrund, starke Wasserquellen, Wassersenken (Schinden), luftgefüllte oder überflutete Höhlen, oft magerer, steiniger (z.B. Schwäbische Alb) oder sandiger Boden, eventuell Steinwüsten.
Katalysatoren

Chem. Substanzen, die ohne selbst verändert zu werden chem. Reaktionen beschleunigen.
Kaverne
Erste Höhlenkammer mit Tageslichteinfall.
Kinetik
Zeitablauf
Kinetosen

Reise- oder Bewegungskrankheiten (Stimulation des Vestibularapparates).
Klaustrophobie

Krankhafte Angst vor Aufenthalt in geschlossenen Räumen.
Kollaps

Plötzlich einsetzender Anfall allgemeiner Körperschwäche infolge Mangeldurchblutung des Gehirns.
Kompartiment
Modellgewebe

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Labyrinth im Ohr


Das Sinnesorgan des Ohrs, bestehend aus dem knöchernen und häutigen Labyrinth mit Vorhof, Bogengängen und Schnecke.
Land-Drill

"Trockenübungen", die an Land durchgeführt und später im Wasser wiederholt werden.
Laryngospasmus
Stimmritzenkrampf
Leukozyten

Weiße Blutkörperchen (Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten)
Lineare Penetration


Gradliniges Eindringen in eine Höhle/Wrack, d.h., von der Hauptleinenführung wird nicht abgewichen, es wird in keine Seitenpassage (jump, gap) getaucht, das Austauchen erfolgt auf demselben Weg.
Line-Marker


Kunststoffpfeile, die in der Höhlentaucherei Verwendung finden. Man hakt sie so in die Leine ein, daß die Pfeilspitze zum Höhlenausgang zeigt.
Line Trap







Ein "Line Trap" stellt eine Gefahr dar, z.B. für den Höhlentaucher, wenn die Sicht gleich Null ist. Durch ein schlechtes "Placement" (Richtige Leinenplazierung) kann durch Strömung die Leine in einen engen Bereich der Höhle getrieben werden, so daß der Taucher beim verlassen der Höhle an dieser Stelle nicht mehr weiter kommt, er kann der Leine nicht mehr folgen.
Loop


Bei einem "Loop" taucht man in einen Höhlenbogen ein, der wieder zurück zum ursprünglichen Höhleneingang führt.
Lost Diver
"Tauchpartner verloren!"
Lost Line
"Leine verloren!" (z.B. Führungsleine in der Höhle).
Lost Line Search

Suchen und wiederfinden der verlorenen Leine (z.B. Führungsleine in der Höhle).
Luftglocken



Gebildet z.B. in Höhlen durch eingeschlossene Ausatemluft, organische Gase oder wenn die Höhle über dem Wasserspiegel liegt. Vorsicht! Enthalten eventuell einen hohen Anteil an Kohlendioxid!
Luxationen Verrenkungen von Gelenken.

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MENOX



Abkürzung für MEmbran, Nitrogen und Oxygen; Bezeichnung für das in einer Membrananlage erzeugte Gas (Nitrox) der Fa. KompTec; auch Nitrox-Membran.
Metabolisch
Veränderung. (Stoffwechselbedingt).
Metabolismus
Stoffwechsel
MOD




(engl. Maximum Operation Depth) Maximale Einsatztiefe; die größte Tiefe, in der ein bestimmtes Atemgas zum Einsatz kommen sollte. Die MOD wird entweder durch den Sauerstoffpartialdruck oder das Narkosepotential des Inertgasanteils bestimmt.
Modified Flutter Kick
Modifizierten Flossenschlag; meist beim Höhlentauchen angewandt.

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Narkose-Test

Test, mit dem die narkotische Wirkung (Inertgasnarkose) aufgezeigt wird.
Nervus sympathicus
Teilsystem des vegetativen Nervensystems, auch leistungssteigerndes System genannt.
Neuronale Hyperoxie

Sauerstoffvergiftung des zentralen Nervensystems, hierbei spielen der Sauerstoffpartialdruck und die Tauchzeit die entscheidende Rolle.
Neutral tariert
"schweben", nicht sinken, nicht steigen.
Nitrox
Jede Mischung aus Sauerstoff und Stickstoff.
Normobar
Normaler Umgebungsdruck von 1 bar.
Normobarer Sauerstoffgabe
Atmung einer erhöhten Sauerstoffkonzentration bei normalem Umgebungsdruck von 1 bar.
Normoxic Trimix

Trimix-Gemisch, das man von der Oberfläche an atmen kann.
Nullzeit




Maximale Tauchzeit oder im engl. auch als "No-Decompression Limit" und "No-Stop Limit" bezeichnet, Dauer der Tauchzeit, die in einer bestimmten Tiefe verbracht werden darf, ohne das ein obligatorischer "Dekompressionsstop" nötig wird.

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Ödem






Wasseransammlung; meist schmerzlose, massive Ansammlung von Flüssigkeit in jeglichen Körpergeweben, - Höhlen oder Organen mit Ausnahme der Knochen; Bei Tauchunfällen oft sekundäre Folge unterschiedlicher Ursache, z.B. Lungenödem beim Lungenunterdruck-Barotrauma oder Ertrinken und u.u. auch lokale Ödeme bei der DCS.
Offenes
Foramen Ovale
















auch: patent foramen ovale (Loch in der Trennwand zwischen linker und rechter Herzhälfte) kann dafür verantwortlich sein, daß Gasblasen (die auch fast bei jedem normalen Tauchgang auftreten) aus dem venösen Blut in den arteriellen Kreislauf gelangen und hier einen sehr viel größeren Schaden verursachen können, als das (wenn überhaupt) auf der venösen Seite der Fall ist. Es gibt genügend Hinweise, daß der Übertritt von Mikrobläschen strukturelle Veränderungen am Gehirn des Erwachsenen auslösen kann. Die Gefahr einer Dekompressionskrankheit wird dadurch deutlich erhöht. Wer intensive Dekotauchgänge durchführt, sollte sich beim Taucharzt auf ein offenes Foramen Ovale (wie es bei über 30% der Bevölkerung vorhanden ist) untersuchen lassen. Wird ein solcher Herzdefekt festgestellt, muß von Dekotauchgängen oder Tauchgängen an der Nullzeitgrenze abgesehen werden. (s.a. Foramen Ovale)

Offshore


Engl. für vor der Küste, vom Land entfernt; z.B. Industrieanlagen (Bohrinseln) die weit vor der Küste liegen.
Offshore-Taucher


Taucher, die z.B. an Bohrinseln tauchen, um die Stabilität der Fundamente zu prüfen; meist Sättigungstauchen.
Oktopus




Im Tauchsport Bezeichnung für alternative Luftversorgung; zusätzliche "Zweite Stufe" (meist in gelber Farbe). Dient in erster Linie dazu den Tauchpartner in einer "Ohne-Luft-Situation" mit Atemluft zu versorgen.
Oktopusatmung
Atmung aus der zusätzlichen "Zweiten Stufe".
Osmose



Übertritt des Lösungsmittels von einer weniger stark konzentrierten Lösung in eine stärker konzentrierte Lösung durch eine dazwischenliegende halbdurchlässige (semipermeabel) Wand.
OTU


(engl. für Oxygen Tolerance Units) Sauerstofftoleranzeinheit, die verwendete Grundeinheit für das Festlegen der Sauerstofftoleranzgrenze.
Overhead Environment



Engl. für eine Tauchumgebung (Höhle, Wrack oder Eistauchen), die keinen direkten Aufstieg zur Oberfläche zuläßt. Auch Dekompressionspflichtige Tauchgänge werden oft als "Overhead Tauchen" bezeichnet.
OWD


(engl. für Open Water Diver) Die erste Sporttaucherstufe für selbständiges Tauchen; Wird durch einen Tauchschein (Brevet) bestätigt.
Oxidation

Verbindung eines chemischen Stoffes mit Sauerstoff, Verbrennung.
Oxtox
Abk. für engl. oxygen toxicology= Sauerstofftoxizität
Oxygen Window












































deutsch: Sauerstoff-Fenster; das Sauerstoff
Fenster  ist die Differenz zwischen dem Gasdruck in den Alveolen und im venösen Blut. Da diese Differenz hauptsächlich durch die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Sauerstoffs hervorgerufen wird, spricht man vom Sauerstofffenster. Ein anderer Begriff ist inhärente Untersättigung.


Bei einem bar Umgebungsdruck also 760 mmHg (Bei der Blutdruckmessung ist mmHG die Masseinheit für den Blutdruck in "Millimeter Quecksilbersäule) 
beträgt der Wert für das Sauerstofffenster ungefähr minus 60 mmHg. Das Fenster setzt sich aus einem Anteil von minus 64 mmHg Sauerstoff und plus 4 mmHG Kohlendioxid zusammen.


Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der etwas mit den Sauerstoff- und Kohlendioxidtransportmechanismen im Blut zu tun hat. Die Sauerstoffmoleküle werden vergleichsweise schlecht im Blut gelöst. Der Transport von Sauerstoff findet vorwiegend mit Hilfe des Hämoglobins statt. Der Sauerstoff ist hierbei chemisch an den roten Blutkörperchen gebunden. Nur ein kleiner Teil befindet sich physikalisch gelöst im Blut. Das beim atmen entstehende Kohlendioxid löst sich 21 mal besser im Blut als der Sauerstoff. Trotzdem erhöht sich der
Gasdruck im venösen Blut nur unwesentlich durch das gelöste Kohlendioxid. Zwischen dem Gasdruck in den Alveolen und dem Gasdruck im Blut entsteht, durch chemische Bindung von Sauerstoff an das Hämoglobin eine Druckdifferenz. Der Gasdruck im Blut ist geringer als der Gasdruck in den Alveolen. Wird nun der Sauerstoffanteil im Atemgas erhöht, erhöht sich der frei gelöst Sauerstoffanteil im Blut kaum. Jedoch nimmt der Anteil der anderen gelösten Gase wie z.B. Stickstoff ab. Hierdurch steigt die Druckdifferenz weiter. Mit geringer
werdenden Gasdruck im Blut nimmt die Gefahr der Blasenbildung ab. Daher ist es günstig einen
möglichst hohen Sauerstoffanteil im Atemgas zu haben. Dieser Anteil ist selbstverständlich durch die Toxizitätsgrenze 1,6 bar Sauerstoffpartialdruck im Atemgas nach oben in Abhängigkeit von der Tauchtiefe begrenzt. Außerdem ist es vorteilhaft möglichst tief zu entsättigen, was ebenfalls der Blasenbildung entgegenwirkt.


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PADI


(engl. Professional Association of Diving Instructors) Größte Tauchausbildungs-Organisation der Welt, Hauptsitz USA.
Panik



Plötzlich auftretende Phase von absoluter Kritiklosigkeit mit Einschränkung des Bewußtseins und sinnlosen Abwehr- und Fluchtreaktionen. Es liegt ein Erregungszustand vor.
Paraplegie
Beidseitige Lähmung, z. B. der Arme oder der Beine.
Parästhesie

Krankhaft abnorme Empfindung, z.B. Kribbeln, Taubsein.
Partialdruck


In Gemischen idealer Gase der Druck eines jeden dieser Gase, den es ausüben würde, wenn es für sich allein den ganzen Raum ausfüllen würde.
Partialdruck-
grenzen



Z.B. pPO2= 0,21 bar; 1,4 bar ist die allgemeine Sau- erstoffpartial-Obergrenze für Sporttaucher; beim Technischen Tauchen bis 1,6 bar; ab diesen Wert Beginn des Paul-Bert-Effekts: neuronale Sauerstoffvergiftung, der Taucher kann ohnmächtig werden.
Paul-Bert-Effekt




Nach dem französischen Physiologen Paul Bert benannte Bezeichnung der körperlichen Reaktionen (z.B. Krampfanfälle) bei einer akuten Sauerstoffvergiftung. (s.a. Sauerstoffvergiftung und ZNS-02-Toxizität)
Penetration

Engl. Bezeichnung für das Eindringen oder Durchdringen in ein Wrack oder Höhlensystem.
PFO
Patent Foramen Ovale.
Placement

Richtige Leinenplazierung um LineTraps zu vermeiden.
Pneumothorax
Luftansammlung im Pleuraraum.
Poor Man's Mix


"Dünnste" HeliAir-Mischung (17/17/66), Trimix für "arme Leute", da sie sehr wenig Helium enthält (siehe auch HeliAir).
Primary and Secondary  Tie-Off
Siehe: Tie-Off.


Propulsion Technique
Gemeint ist DPV-Technik (engl. "diver propulsion Vihicle") = ein UW-Fahrzeug, auch Scooter genannt.
Pull & Glide



Methode, um sich in einer Höhle fortzubewegen; man zieht sich mit den Händen an Steinen entlang. Dabei sollte man "sanft" zugreifen, um nichts zu zerstören.
Pulmonal
Die Lunge betreffend.
Pulmonale Hyperoxie



Sauerstoffvergiftung der Lunge durch hohen Sauerstoffpartialdruck; Folgen, Gewebereizung, Verdickung der Alveolarmembranen und somit die Verringerung der Lungen-Vitalkapazität bis hin zum Lungenödem.

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Quads
Ein Doppelflaschenpaket oder eine Vorrichtung.
Qualität der
Atemgase

In der DIN 3188 festgelegte Normen für die erlaubte  Konzentration von Fremdgasen und Wasseranteile in der Atemluft.
Quallen










Die meisten Quallen sind für Taucher ungefährlich. Die auch als Medusen bezeichneten Tiere gehören zum Stamm der Nesseltiere und werden von unter einem cm bis zu mehreren Metern groß.  Eine Gefahr geht grundsätzlich von wenigen tropischen Arten aus deren Tentakel bis zu 12 m Länge erreichen. U.A. die Seewespe, die Portugiesische Galeere und die Würfelqualle. Berühren ihre Fangarme die Haut eines Menschen, kann es zu Vergiftungen führen die ohne  schnelle Behandlung zum Tod führen können.
Quelltopf




Quellgewässer (kleiner See oder Bach) mit meist kristallklarem, kalten Wasser bei dem das Grundwasser (Schüttung) meist am Grund austritt. Bekanntester Quelltopf in Deutschland ist der Blautopf in Blaubeuren.

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RDP


Engl. Abk. für Recreational Dive Planer = Tauchgang-Planer für Nullzeit-Tauchgänge; Standard-Tauchtabelle von PADI.
Rebreather

Engl. für Kreislaufgerät; Wörtlich übersetzt "Wiederatmer".
Redundanz




Bezeichnung für das mehrfache Vorhandensein technischer Systeme. Beim Technischen Tauchen das Konzept, um die Hauptsysteme bei einem Ausfall ersetzen zu können (wird auch als Back-Up System bezeichnet).
Reel




Seilrolle, die beim Tauchen verwendet wird, mit ca. 40-300m meist geflochtenem Nylonseil. Wird z.B. von Höhlen- und Wracktauchern als Führungsseil verwendet, um den Rückweg zum Eingang zu sichern.
Remaining-Blend



Remaining-Blend entsteht, in dem man eine aus Luft, Nitrox oder Trimix bestehende Gasmischung bis zum erreichen des gewünschten Enddrucks mit Luft, Nitrox oder Trimix auffüllt.
Residualluft
Restluft in der Lunge nach maximaler Ausatmung.
Résorption
Aufsaugung. Aufnahme von Stoffen durch die Haut oder Schleimhaut in die Blut oder Lymphbahn.
Respiration
Atmung.
Restriktion

Enge Stelle (z.B. einer Höhle) durch die, wenn sie groß genug ist, ein Taucher hindurch tauchen kann.
Risiko-Analyse
Analyse aller Risiken eines Tauchgangs.
ROV



Abk. für engl. Remote Operating Vehicle; ein über Kabel ferngesteuerter UW-Roboter, der zunehmend  den Taucher bei den UW-Arbeiten ablöst und zur Bergung von Objekten eingesetzt werden kann.

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Sauerstoffvergiftung


auch Sauerstofftoxizität: Toxische Erscheinung bei erhöhtem Sauerstoffpar- tialdruck; Abhängig vom Teildruck des Sauerstoffs und der Dauer der Einwirkung. (s.a. ZNS-O2-Toxizität)
Schwimmbad-Blackout Siehe unter Blackout
Schwinden
Siehe: Einfließende Höhlen.
Scooter



Batteriebetriebenes Unterwasserfahrzeug; auch engl. "DPV", Abk. für "diver propulsion vehicle". Erlaubt dem Taucher Energie und dadurch auch sein Atemgasverbrauch zu vermindern.
SCR Rebreather
Halbgeschlossenes Kreislauflaufgerät.
Scrubber
Atemkalk für Rebreather.
Scuba


engl., Abk. für Self-Contained Underwater Breathing Apparatus = Autonomer Unterwasser-Atem-Appa rat.
Sediment (Silt)
Ablagerungsschicht auf dem Gewässergrund.
Share Air System (SAS)

Art der alternativen Luftversorgung; Zwei Taucher verbinden ihre Tauchflaschen über ihre Inflatorschläuche mit Hilfe einer Kupplung.
Shuffle Kick

Modifizierten Flossenschlag; meist beim Höhlentauchen angewandt.
Shunt

Kurzschlußverbindung zwischen arteriellen und venösen Blutgefäßen
Side-Mount


Technik der Höhlentaucher, bei der der Taucher die Atemflaschen seitlich befestigt hat, um so Engstellen zu überwinden.
Sinusitis
Entzündung der Nasennebenhöhle.
Siphon

Wassergefüllter Teil eines Höhlensystems innerhalb einer Höhle.
Stage-Dive


Tauchgang, bei dem zusätzliche Flaschen und Automaten mitgenommen werden. Stage-Flaschen befestigt der Taucher meist unter dem Arm.
StageTank


Zusätzliche Atemgasflasche mit Automaten. Der Name rührt daher, daß diese Flaschen "stationiert", d.h. stufenweise abgelegt werden können.
Streß












Zustand des Organismus, der durch ein spezif. Syndrom (erhöhte Sympatikusaktivität, vermehrte Ausschüttung von Katecholaminen, Blutdrucksteigerung u. a.) gekennzeichnet ist, jedoch durch verschie- denartige unspezif. Reize (Infektionen, Verletzungen, Verbrennungen, Strahlenwirkung, aber auch Ärger, Freude, Leistungsdruck u. a. Streßfaktoren) ausgelöst werden kann. Unter Streß kann man auch äußere Einwirkungen verstehen, an die der Körper nicht in genügender Weise adaptiert ist, z. B. Operationen, Vergiftungen u. a. Streß entsteht infolge einer Diskrepanz zwischen spezifischer Anforderung und subjektivem Bewältigungsverhalten.
Streß-
Management






Wenn der Streß zunimmt, dann kann die Fähigkeit des Tauchers Probleme zu diagnostizieren und auf sie angemessen zu reagieren, abnehmen. In jeder stressigen Situation ist es äußerst wichtig, daß die Person aus diesem eskalierenden Zyklus so schnell als möglich ausbricht. Deshalb ist es wichtig, die ersten Streßanzeichen im eigenen Benehmen und im Benehmen der Mittaucher zu erkennen, bevor sie die Ausmaße von Panik erreichen.

Surface Decompression

Oberflächendeko, auch engl. Abk."Sur-D"; eine
Dekompression, die in einer Druckkammer an der Oberfläche durchgeführt wird, um dem Taucher zu ermöglichen, das Wasser zu verlassen.

Survey-Dive

Tauchgang mit dem Ziel z.B. eine Höhle zu vermessen und sie zu kartographieren.

Synapse

Umschaltstelle in der Erregungsübertragung in den Nerven.


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Tachykardie Steigerung der Herzfrequenz auf über 100/min.
Tachypnoe Beschleunigtes Atmen.
Tank-Topping


Das Auffüllen mit Druckluft; Beim Toppen von
Sauerstoff angereicherten Gemischen ist auf "reine Druckluft" zu achten (NITROX-Clean Filter verwenden!).

Tarierung

Kontrolle des Auf- und Abtriebs und das Schweben im Wasser; Eine der wichtigsten Fertigkeiten die ein Taucher unter Wasser beherrschen muß.

Tauchplan



Teil der Tauchgangsvorbereitung. Umfaßt z.B. die Tauchgangsberechnung, die Auswahl der
Ausrüstung usw. Weiterhin beinhaltet ein guter Tauchplan auch die Vorgehensweisen und das "Was ist wenn.."

Teamleader Führer einer Mannschaft.
TecRec

Kürzeln der Begriffe "Technical Diving (Technisches Tauchen); Kurz "Tec" und "Recreational Diving"
(US-Bezeichnung für Sporttauchen); Kurz "Rec".

Tetraplegie Gleichzeitige Lähmung aller vier Gliedermaßen.
Thorax Brustkorb
Thrombose Gefäßverschluß durch Thrombus.
Thrombus

Durch Blutgerinnung in den Gefäßen entstandener Blutpfropf.

Tiefenrausch

Bewußtseinsstörung besser als Inertgasnarkose bezeichnet.

Tie-Off


Punkt, an dem eine Leine festgemacht wird.
"Primary Tie-Off"= Beginn der Leine im Freiwasser, außerhalb der Höhle, "Secondary Tie-Off"= Punkt im Cavern-Bereich.

Tinnitus Ohrgeräusch
Touch-
Communication

Auch "Touch-Contact", Taucher suchen bei "Nullsicht" Körperkontakt, um sich Zeichen geben zu können.

Toxisch Giftig, durch Gift bedingt.
Trachea Luftröhre
Transmitter Überträgerstoff
TravelMix



Ein Atemgasgemisch beim Technischen Tauchen. Wird verwendet für die Übergangszone beim
Abtauchen bis zum Umstieg auf das "Bottommix". Wird wieder beim Auftauchen benutzt, bis das "Dekomix" eingesetzt wird.

Traverse

Bei einer "Traverse" taucht man in einen Höhleneingang hinein und kommt zu einem anderen Eingang wieder heraus.

TRG Technische Regel Gase.
Trimix


Atemgas, bestehend aus Sauerstoff, Helium und Stickstoff, wobei die Anteile in dieser Reihenfolge angegeben werden (O2<21%, He+N2>=79%, [He>17%]).

Trimmung
Das richtige Verteilen von Gewichten, um eine
gewünschte Lage beim Tauchen zu erreichen.
Trust-Me-Dives Sogenannte "Glaub es mir" Tauchgänge.

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UBA


(Abk. engl. für "underwater breathing apparatus") Gerät zum Atmen unter Wasser. Häufiger wird die Bezeichnung SCUBA verwendet ("self containet underwater breathing apparatus"), ›siehe SCUBA.

Überdruck

Die Druckdifferenz zum herschenden Außendruck; meist  Druck über dem normalen Luftdruck von 1 bar.

Überströmen

Das Befüllen oder Auffüllen eines DTG mit Atemgas aus einem anderen Druckgasbehälter mit höherem Druck mittels eines Überströmschlauchs.

Umkehrblockierung





Ein Zustand, der dann eintritt, wenn beim Auftauchen die in einem luftgefüllten Hohlraum sich
ausdehnende Luft nicht entweichen kann; Umkehrblokkierungen sind außergewöhnlich und werden im allgemeinen dadurch verursacht, daß mit geschwollenen Schleimhäuten getaucht wird. Um eine Umkehrblockierung zu vermeiden, sollte niemals mit einer Erkältung getaucht werden.

Upstream

Engl. für flußaufwärts, d.h. entgegen der
Strömungsrichtung.

Upstream-
Ventil

Ein Ventil, das sich entgegen der Richtung des Druckes öffnet und sehr häufig bei "Ersten Stufen" von Atemreglern Verwendung findet.


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Valsalva-
Methode



Druckausgleichsmethode; bei verschlossener Nase wird durch den Versuch auszuatmen der Druck im Nasen-Rachenraum erhöht. Der Preßdruck der Lunge pflanzt sich dabei im Nasen-Rachenraum, in die Tube und in das Mittelohr fort.

Vasodilatation Erweiterung, Ausdehnung. Blutgefäßerweiterung.
Vasogen "Im Gefäß"
Vasogener Kopfschmerz Durch Migräne (Sparatmung).
Vasokonstriktion Zusammenziehen. Engstellung der Blutgefäße.
VDST Verband Deutscher Sporttaucher.
Vene Blutgefäß, zum Herzen führend.
Ventrikel Herzkammer
Vertigo


Drehschwindel, Gleichgewichtsstörung infolge
fehlender Übereinstimmung zwischen den vestibulären und dem sumatosensiblen und der optischen Empfindungen.

Viskosität Zähigkeit, innere Reibung einer Flüssigkeit.

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Wechselatmung

Das wechselmäßige Atmen zweier Taucher aus nur einem Lungenautomaten.

what-if-game




Vor dem Tauchgang überlegen, wo die speziellen Risiken liegen, Durchspielen der Möglichkeiten, was alles passieren kann und was man in solchen
Situationen tun würde. Z.B. "What if I lose my deco gas", Was mache ich, wenn ich mein Deco-Gas
verliere?


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Xenon



Chem. Zeichen Xe; Element aus der Gruppe der Edelgase; Ordnungszahl 54. Ein Inertgas, das keine biochemischen Reaktionen eingeht und schon bei
1 bar narkotisch wirkt und zu einer Betäubung führt.


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Yankee Gas
Slang-Bezeichnung für Helium.
Yucatán

Halbinsel in Mexiko zwischen dem Golf von Mexiko und dem Karischen Meer. Man findet hier viele Karsthöhlen.

Y-Ventil

Ein Ventil in Y-Form für Monoflaschen mit zwei
getrennt absperrbaren Abgängen.


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Zerebral Zum Gehirn gehörend.
ZH-L8 ADT

Rechenmodell in Tauchcomputern der Fa. UWATEC mit 8 Kompartimenten von 5 bis 640 min..

ZNS Abk. für Zentralnerfensystem
ZNS-O2-Toxizität










Auch akute neurologische Sauerstofftoxizität; kann auftreten, wenn Sauerstoff über  einen PO2 von 1,6 ATA (bei einer Tauchtiefe mit Pressluft bei ca. 66 m) geatmet wird. Die Anfälligkeit für die ZNS-O2-
Toxizität steigt mit erhöhtem PO2 der Einwirkzeit, körperlichen Anstrengungen, Kälte, Angst und einem erhöhten Blut-Kohlendioxid-Level. Es kommt dabei zu einer Schädigung des Zentralnervensystems und damit auch des Gehirns. Für Taucher ist das Einsetzen des >Paul-Bert-Effekts und die anschließende Lähmung des Zentralnervensystems gefährlich.
Zyanose Blauverfärbung der Haut (Sauerstoffmangel).

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